Neues von Yumin

Mitte Januar 2015 erreichte uns aus Südkorea ein Brief von Prof. Dr. Djeonguk Seo von der Pai Chai Universität in Daejeon. Die Stadt befindet sich im Zentrum von Südkorea und ist mit über 1,5 Millionen Einwohnern die fünftgrößte des Landes. Prof. Dr. Seo wurde im Web auf unsere Seite aufmerksam und hat einen entscheidenden Hinweis auf die rätselhafte Benennung der Sorte Hedera helix 'Yumin' parat.

Bekanntermaßen wurde dieser gelbgrüne Efeu von Ingobert Heieck in der "Gärtnerei Stift Neuburg", Heidelberg,  vor 1988 aus der Sorte 'Wichtel' ausgelesen. In Heiecks Gesamtliste 1982/83 war die Pflanze noch nicht verzeichnet. 1988 gelangte diese Auslese unter der Bezeichnung 'Wichtel' Mutation #6 in die USA zur "Amerikanischen Efeugesellschaft" AIS und erhielt dort die Erwerbsnummer AIS 88-071. 1990 verschickte Ingobert Heieck eine identische Probe zur AIS um sie dort registrieren zu lassen, diesmal mit dem Namen 'Yumin'. Leider liegen der AIS keine Angaben aus dem Schriftwechsel mit Ingobert Heieck vor, die Heiecks Namensvorschlag 'Yumin' erläutern könnten.

In Deutschland war die Sorte ohne einen richtigen Namen verbreitet, in die Sammlung von Robert Krebs, Stolk, gelangte der Efeu aus Heiecks Sammlung 1991 lediglich mit der Bezeichnung 'Wichtel' bunt. Bis 2003 war der Sortenname 'Yumin' in Deutschland gänzlich unbekannt, uns lagen bis zum Briefwechsel mit der AIS 2007 auch keine Informationen vor, dass Ingobert Heieck seine 'Wichtel' Mutation unter dem Namen 'Yumin' bei der AIS anmelden wollte. Nachfolgende Recherchen zur Bezeichnung 'Yumin' unsererseits blieben bis heute erfolglos.

Nun teilt uns Prof. Dr. Seo mit, dass er von 1982-1993 an der Heidelberger Universität promovierte und in dieser Zeit mit Bruder Ingobert Heieck in der "Gärtnerei Stift Neuburg" gearbeitet hat. Unter anderem wurden auch neue Efeu Mutationen ausgelesen, Djeonguk Seo bat damals Heieck darum, eine der neuen Sorten nach seiner Tochter YUMIN zu benennen, was dann auch erfolgte.

25 Jahre mussten verstreichen, bis das Namens-Mysterium von Heiecks 'Wichtel' Mutation aufgeklärt werden konnte, und das auch nur dank des Internets.
Vielen Dank an Prof. Dr. Djeonguk Seo!

'Yumin' besitzt nicht die selbstverzweigenden Eigenschaften wie 'Wichtel', durch regelmäßigen Rückschnitt kann aber eine bessere Selbstverzeigung angeregt werden. Die Blätter sind unregelmäßig 3-lappig und manchmal herzförmig. Die Blattbasis ist abgerundet bis herzförmig. Die Blattgröße beträgt etwa 4,5-6 x 4,5 cm und ist damit größer als bei der Ausgangssorte. Die bei 'Wichtel' anzutreffenden ohrenartig angesetzten, etwas eingeschnittenen und stark abgerundeten Basallappen bilden sich bei 'Yumin' nicht, hier sind sie kurz und am Ende spitz oder werden gar nicht ausgebildet. Der Terminallappen ist doppelt so lang wie breit. Die Blattenden sind spitz bis stumpf. Die rotbraunen Blattstiele sind 3-4 cm lang. Die Blattgrundfarbe ist gelb-grüngelb, das Zentrum ist unregelmäßig grün gefärbt. Unter ungünstigen Lichtverhältnissen verändert sich die gelbe Blattfarbe in ein Hellgrün. Eine gute Blattausfärbung wird unter hellen und kühlen Temperaturen erreicht. Die hellgrünen Hauptvenen sind erhaben. 'Yumin' neigt dazu eine reingelbe Blattfarbe zu bilden, solche Triebe sollten entfernt oder selektiert werden. Sie schlagen meist nicht mehr in die Ausgangsform zurück. Die Winterhärte ist relativ gut, in sehr rauen Lagen sollte aber für einen entsprechenden Winterschutz gesorgt werden. Der Efeu eignet sich zum Beranken von kleinen Flächen im Freiland oder zur Topfkultur.

Hedera helix 'Yumin'Hedera helix 'Yumin'  Hedera helix 'Yumin'Hedera helix 'Yumin'

Programm zur Mitgliederversammlung 2015 der Deutschen Efeu-Gesellschaft e.V. vom 04.-07. Juni 2015

Wie bereits angekündigt werden hier nun die Einzelheiten unserer Zusammenkunft vorgestellt. Für die Organisation des Treffens geht schon mal ein herzliches Dankeschön an Familie Straub.

Die Altstadt von Regensburg - im Mittelalter noch eine Großstadt von europäischem Rang – ist relativ gut erhalten und weist allein in der Innenstadt über tausend geschützte Baudenkmäler auf. Die begrenzten Umstände unserer Versammlung lassen nur einen groben, stark lückenhaften Einblick in das Ensemble der historischen Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) zu. Immerhin widmen wir der Altstadt 2 Besuche an verschiedenen Vormittagen, welchen dann jeweils nachmittags ein botanischer Programmpunkt folgt.

Donnerstag 4. Juni 2015 (Fronleichnam)

18.00 Uhr Anreise
Unterkunft: 10 km nordwestlich von Regensburg im Gasthof Prösslbräu in Adlersberg (dort sind für die Deutsche Efeu-Gesellschaft Zimmer reserviert) Begrüßung u. bayerisches, deftiges Abendessen im dortigen Biergarten.
Die Zimmer im Prösslbräu sind für uns bis zum 17. Februar 2015 reserviert, daher bitte ich alle Interessenten  schnellstmöglich zu buchen.

Freitag 5. Juni 2015
9.00 Uhr
Frühe Abfahrt mit PKW nach Regensburg ins Parkhaus Dachauplatz.
9.30 Uhr
Beginn eines geführten (H. Straub) Spaziergangs durch das nordöstliche Viertel der historischen Altstadt (Teil I): Mauer und Tor des römischen Legionslagers Castra Regina; Herzogshof, Bischofshof und nördliche Schauseite des Doms, kurze Kaffeepause am Domplatz, dann Steinerne Brücke mit dem schönsten Blick auf Regensburg, Salzstadel und Historische Wurstkuchl, Goliathhaus, Dom (nur Äußeres), Haus Heuport.
11.30 Uhr
ca. 2,5 stündige Mittagspause mit individueller Gestaltung; z.B. Imbiss in der Historischen Wurstkuchl, beim Dampfnudel Uli, in einem Café oder in einer Gaststätte mit „schneller Karte” rund um den Dom.
Oder
Besichtigung vernachlässigter Sehenswürdigkeiten des Teils I: Dom (Inneres), Alte Kapelle, Besucherzentrum Welterbe im Salzstadel (Eintritt frei).
Oder
mehr oder weniger baldige individuelle Rückfahrt zum Prösselbräu.
14.00 Uhr
von der Altstadt oder dem Prösselbräu kurze Fahrt (PKW) zum privaten Efeu-Lustgärtlein von D. und H. Straub in Etterzhausen. Relativ natürlicher Garten mit Gehölzen und Stauden, die Kalk und Trockenheit tolerieren (z.B. Diptam). Fachgespräche bei Kaffee und Kuchen bis etwa 16.30 Uhr, dann Rückkehr zum Prösslbräu.
17.00 Uhr
Mitgliederversammlung in einem Nebenraum beim Prösslbräu.
ab etwa 19.00 Uhr oder später
Individuelle Gestaltung des Abends, wobei eine abendliche Rückkehr nach Regensburg zumindest bei gutem Wetter lohnend sein könnte, da abends das Flair der „nördlichsten Stadt Italiens” besonders beeindruckt.

Samstag 6. Juni 2014

9.00 Uhr
Frühe Abfahrt mit PKW nach Regensburg, Parkhaus Bismarckplatz.

9.30 Uhr
Transfer vom Parkhaus zum Domplatz (Haus Heuport). Beginn eines geführten (H. Straub) Spaziergangs durch das nordwestliche Kaufmanns-Viertel der historischen Altstadt (Teil II): Kram- u. Tändlergasse, Blomberghaus, Baumberger Turm, Kohlenmarkt u. Zieroldsplatz, Altes Rathaus (Sitz des immerwährenden Reichstags), Runtingerhaus, Keplerhaus, Haidplatz mit der kaiserlichen Herberge „Goldenes Kreuz”. Kurze Kaffeepause auf dem Haidplatz, dann Hinter der Grieb, Schnupftabakfabrik, Gesandtenstr.

ca. 11.30 Uhr
ca. einstündige Mittagspause mit individueller Gestaltung; z.B. Imbiss am Neupfarr-, Bismarck- oder Haidplatz oder auch Besichtigung vernachlässigter Sehenswürdigkeiten des Teils II: Neupfarrplatz, Goldener Turm, St. Jakob (Schottenportal), etc.

12.30 Uhr
Frühe Abfahrt vom Parkhaus Bismarckplatz zum Nepal Himalaya Park in Wiesent, ca. 26 km östlich von Regensburg gelegen.

13.30 Uhr
Beginn der botanischen Führung durch den Nepal Himalya Park, anschl. kleine Pause am Teehaus (Kauf von Tee, Kaffee, Gebäck möglich), dann individuelle Besichtigung des Nepal Himalaya Pavillons oder des neuen Chinagartens.

15.30 Uhr
Abfahrt zu einer bequemen Kaffeepause in der Nähe des Parks (Waffenschmiede in Wiesent), Weiterfahrt zur Walhalla.

ab 16.30 Uhr
Besichtigung der Walhalla, dem Ruhmestempel der Deutschen hoch über der Donau. Individuelle Rückkehr zum Prösslbräu bis 18.45 Uhr.

19.00 Uhr
Abfahrt vom Prösslbräu zum nahe gelegenen Gasthof Krieger in Mariaort bei der Einmündung der Naab in die Donau. Abendessen und Ausklang beim Krieger.

Sonntag 7. Juni 2014

Heimreise oder individuelle Verlängerung des Aufenthaltes in und um Regensburg siehe hierzu die folgenden, bislang nicht berücksichtigten Sehenswürdigkeiten:

1. In Regensburg

Reichssaal und die Fragstatt („Folterkammer”) im Alten Rathaus, stündliche Führung (Touristbüro im Alten Rathaus)

• Führung durch den Dom St. Peter incl. dem sonst nicht zugänglichen Kreuzgang und der Allerheiligenkapelle (täglich, sonntags nur 14 Uhr ), Kartenverkauf im Büro Domplatz Nr. 5

• Für archäologisch Interessierte: „dokument niedermünster" beim Dom. Ausgrabungen zu den ersten 1000 Jahren der Regensburger Stadtgeschichte (Römer, Herzöge und Heilige) unter der Kirche Niedermünster. Nur mit Führung zugänglich (sonntags, montags, jeweils 14.30 Uhr), Kartenverkauf Büro Domplatz Nr. 5.

St. Jakob und dessen Schottenportal, täglich geöffnet, Führung aber nur sonntags 14 Uhr. Das Schottenportal zählt zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern Deutschlands.

Klosterkirche St Emmeram und das Schloss Thurn und Taxis

Historisches Museum der Stadt Regensburg

• Geführte Besichtigung des BMW Werks Regensburg (mittwochs, freitags. samstags)

2. Umgebung von Regensburg

Kloster Weltenburg und Donaudurchbruch bei Weltenburg (nahe Kelheim), sowie die ebenfalls herrlich gelegene Befreiungsshalle bei Kelheim zur Erinnerung an den Befreiungskrieg 1813-1815 gegen Napoleon.

• Besuch von Kallmünz, der Perle der Oberpfalz. Malerischer Künstlerort (G. Münter, W. Kandinsky etc.) Dort originelles Felsen-Café in den "Münterstuben". Ferner "Bauchstechala"- und Bierlokal "Zum Bürstenbinder" mit Zoiglbier, das der Wirt selber braut. Zum Essen gehobener ist indessen das alte oberpfälzer Wirtshaus (mit Hausbrauerei) "Zum Goldenen Löwen"; dienstags bis sonntags abends geöffnet, so. auch mittags.
www.luber-kallmuenz.de

Bemerkungen zum Rahmenprogramm

1) Details zum Gasthof „Prösslbräu” und zu dessen Anfahrt sind in einer eigenen Notiz zusammengefasst. Weitere Information findet sich auch hier.

2) In der mittelalterlichen Altstadt von Regensburg ist die Parksituation naturgemäß schwierig – insbesondere dann, wenn man nicht früh genug anfährt. Für die Fahrt Adlersberg-Regensburg, Parkhaus Dachauplatz, wird noch ein eigener Plan zur Verfügung gestellt.

3) Zu Regensburg - nach dem englischen Stararchitekten Lord Norman Foster übrigens "eine der schönsten Städte der Welt" – kann man sich vorab auch hier informieren.

4) Der Weg und die Zeiten des Spaziergangs sind so gewählt, dass Teilnehmer, welche "nicht gut zu Fuß" sind, sich jederzeit aus- und einklinken können. Am Domplatz beginnen übrigens täglich ab 10.00 Uhr –dann weiter jeweils zur vollen Stunde - auch ca. 45 Minuten dauernde Stadtrundfahrten einer privaten Gesellschaft mit einem "City Train" (sog. "City Tours"). Preis ca. EUR 8,00.

Dieser Preis und auch andere später genannte Eintritts- u. Führungspreise gelten für das Jahr 2014, sie sind 2015 möglicherweise leicht erhöht. Fest zugesagt sind nur die Zimmerpreise beim Prösslbräu und der Eintritts- und Führungspreis für den Nepal Himalaya Park.

5) Bei schlechtem Wetter sollte das dortige kleine Wochenendhaus hinreichend groß sein, um allen einen trockenen Platz zu verschaffen.

6) Bis dahin noch nicht Ausgelastete können die knapp 3 km auch in ca. 35 Minuten zu Fuß zum "Prösslbräu" zurücklegen.

7) Zur Fahrt Adlersberg-Regensburg, Parkhaus Bismarckplatz wird noch ein eigener Plan zur Verfügung gestellt. Sinnvoll ist, möglichst wenige Fahrgemeinschaften zu bilden.

8) Die angespannte Parkplatzsituation beim Nepal Himalaya Park (Stiftung) und der Kauf von Eintrittskarten (EUR 8,00 pro Person, Führung einer Gruppe pauschal EUR 45,00) erfordert eine dortige frühzeitige Ankunft. Die Erlöse der Eintrittsgelder gehen übrigens in die Stiftung „Wasser für die Welt”. "

9) Zur Fahrt Regensburg, Bismarckplatz, nach Wiesent, Martiniplatte, via A3/E56 wird noch ein eigener Plan erstellt. Siehe auch die nützliche Information hier.

10) Der Park hat die größte Himalayapflanzensammlung der Welt. Gleichwohl kann man sich aus der „weitläufigen” botanischen Führung ausklinken und im/am Pavillon, der die Verschmelzung der Religionen Hinduismus und Buddismus verkörpert, verweilen oder auch träumen.

11) Die individuelle Rückfahrt von der Walhalla zum Prösslbräu ermöglicht eine unterschiedliche Aufenthaltsdauer bei oder in der Walhalla (Besichtigung des Innern, Eintritt EUR 4,- bzw. 3,- pro Person). Für die Rückfahrt zum Prösslbräuüber die A3/E56 wird noch ein gesonderter Plan erstellt.

Bedeutende Heidelberger Efeusammlung erstrahlt im neuen Glanz - Rettungsaktion des Netzwerkes Pflanzensammlungen in der Abtei Neuburg

von Bettina de la Chevallerie

Geballte Tatkraft, Spaß am gemeinsamen Gärtnern und wissenschaftliche Akribie – diese Stichworte beschreiben das Pflegeaktionswochenende zur Rettung der bedeutenden Efeusammlung der Abtei Neuburg in Heidelberg am 22. und 23. März 2014 vielleicht am besten. Dazu aufgerufen hatte das Netzwerk Pflanzensammlungen über die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. zusammen mit der Deutschen Efeu-Gesellschaft e.V., um der 520 Arten und Sorten umfassenden Pflanzensammlung des verstorbenen Bruder Ingobert Heieck wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

 Verifizieren, etikettieren, und zurückschneiden - die Aktion startet (Foto: Edwina Pfendbach)Verifizieren, etikettieren, und zurückschneiden - die Aktion startet (Foto: Edwina Pfendbach)

27 ehrenamtliche Helfer, darunter Mitglieder der Gesellschaft der Staudenfreunde,  der Deutschen Efeu-Gesellschaft und der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, aber auch Damen eines Heidelberger Kulturvereines, örtliche Landschaftsarchitektinnen und leidenschaftliche Gärtner aus der näheren Umgebung widmeten sich der Pflege der umfangreichen Efeusammlung in der Gärtnerei des Klosters bis in die späten Abendstunden hinein. Bei so viel Know How war ein Übersichtplan mit durchgehender Nummerierung zur Erfassung der einzelnen Sorten schnell erstellt. Unter fachkundiger Leitung des Klostergärtners Volker Schmidt und der Efeuexperten Garry Grueber, Andreas Hönemann und Mario Hollmann, wurden die Efeusorten zunächst verifiziert, mit neuen Etiketten versehen, zurückgeschnitten, jede einzelne Sorte fotografiert und die komplette Sammlung dokumentiert. Zu Besuch waren auch das Team vom MDR Garten, die Taspo, die Gartenfotografin Marion Nickig und die Buchautorin Renate Hücking, um über die Rettungsaktion in den Medien zu berichten und Pläne für zukünftige Projekte zu schmieden. Mehr wird aber an dieser Stelle noch nicht verraten.

Angefangen hatte alles mit Ingobert Heieck, der zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz in den 70 er Jahren die Klostergemüsegärtnerei in einen Efeuspezialbetrieb umrüstete. Der Mönch investierte viel Lebenszeit in die Gattung Efeu, er sammelte Sorten aus der ganzen Welt, erzielte bedeutende Auslesen, legte eine Literatursammlung an und war Autor vieler Bücher und Beiträge in Fachzeitschriften. So gelangte die Efeugärtnerei zu Heiecks Lebzeiten zu einer großen Popularität und war 1993 Anlass zur Gründung der Deutschen Efeu-Gesellschaft. Nach Bruder Ingoberts Tod wurde die Gärtnerei verpachtet, die Efeuproduktion weitgehend eingestellt, die Sammlung aber in einem Schaugewächshaus untergebracht. Leider befinden sich die Efeus aktuell in einem schlechten Zustand, da die Abtei nicht über genügend Kapazitäten verfügt, um die Sammlung ausreichend pflegen. Hier kommt nun das Netzwerk Pflanzensammlungen ins Spiel. Denn gerade wenn Sammlungen drohen verloren zu gehen und damit das Verschwinden einer enormen genetische Vielfalt einher geht, vermittelt das Netzwerk Pflanzensammlungen, wie in Heidelberg geschehen Pflegepatenschaften oder macht sich auf die Suche nach einem neuen Standort.

Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die nachhaltige Dokumentation und dauerhafte Pflege. Im Falle der Klostersammlung Neuburg ist die kontinuierliche Erfassung  abgesichert durch eine unterstützende Partnerschaft der Abtei im Netzwerk Pflanzensammlungen und damit in der Deutschen Genbank Zierpflanzen. Der Verein der Gartenkultfreunde Deutschland hat zudem angeboten, in Absprache mit dem Klostergärtner und den Experten der Efeu-Gesellschaft die Sammlung jährlich fachlich zu betreuen. Die aktuelle Bestandsliste wird demnächst in der Datenbank des Netzwerkes Pflanzensammlungen veröffentlicht.

Erhalt der Efeu-Sammlung Heieck in Heidelberg

Für das Jahr 2014 lädt das Netzwerk Pflanzensammlungen und die Deutsche Efeu-Gesellschaft zu einer schönen Frühlingsaktion ein, an der sich freiwillige Helfer beteiligen können. Wir wollen am 22. und 23. März ein gemeinsames Gärtnerwochenende in der Abtei Neuburg verbringen, um zusammen mit dem hiesigen Klostergärtner die Efeusammlung von Ingobert Heieck zurückzuschneiden, zu dokumentieren und mit neuen Etiketten zu versehen.

Dazu benötigen wir noch dringend Hilfe!

Der Ablauf ist folgendermaßen geplant:

22.3.2013 (Samstag)

10:00 bis 13:00 Uhr: Gärtnern 1

13:30 Uhr: Mittagspause

15:00 bis 18:00 Uhr: Gärtnern 2

19:00 Uhr: Abendbrot und geselliges Zusammensein im Gästehaus

 

23.3.2014 (Sonntag)

Abreise oder:

09:00 bis 12:00 Uhr: Gärtnern 3

12.30: Mittagsimbiss und danach Abreise


Wer also Interesse hat unser Expertenteam bei dieser Pflegeaktion zu unterstützen, ist herzlich dazu eingeladen. Bitte bringt eine Gärtnerschere und wetterfeste Kleidung mit und meldet Euch bei Frau Bettina de la Chevallerie vom Netzwerk Pflanzensammlung unter dem Stichwort “Frühjahrsaktion Abtei Neuburg“ an:
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Adresse:
Bettina de la Chevallerie
Projektleiterin Netzwerk Pflanzensammlungen
Deutsche Gartenbau-Gesellschaft  1822 e.V.
Claire-Waldoff-Str. 7
D-10117 Berlin


Wir hoffen auf Eure Unterstützung!

Marios Efeugarten zieht um

Die Efeusammlung von Mario Hollmann hat ein neues zu Hause. Im September/Oktober 2013 wurden alle Topfpflanzen aus dem Garten in Moitzfeld in ein Gewächshaus der Gärtnerei Blumen Koch nach Bechen verlagert. Dort wird im vorderen Bereich die Verkaufsware präsentiert, im hinteren Bereich findet die Schutzsammlung ihren Platz. Beim Aufbau des neuen “Efeumuseums“ erhielt Mario tatkräftige Unterstützung von Mitgliedern der Deutschen Efeugesellschaft.

Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013 Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013  Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013Marios Efeumuseum in Bechen Oktober 2013
Im Herbst wurden noch fehlende Sorten gesteckt um die Sammlung möglichst vollständig vor dem Winter im Gewächshaus unterzubringen. Ein Novum ist hierbei die Erhaltung der Mutterpflanzen in Hydrokultur, durch die Verwendung von Lava-Granulat sind Wurzelkrankheiten so gut wie ausgeschlossen. Anschließend erfolgt eine Gruppierung der Sorten nach auffälligen Blattmerkmalen, Färbung oder geografischer Herkunft. Eine Dekoration der zum Verkauf vorgesehenen Pflanzen und die Aufstellung von begleitendem Informationsmaterial über Efeu sollen das Ganze abrunden.

Marios Efeumuseum in Bechen November 2013Marios Efeumuseum in Bechen November 2013  Marios Efeumuseum in Bechen November 2013Marios Efeumuseum in Bechen November 2013

Unterkategorien

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button