Mitgliederversammlung 2007 in Essen

Die Jahreshauptversammlung 2007 der Deutsche Efeu-Gesellschaft fand auf Einladung von Familie Euler vom 6. - 10. Juni in Essen statt. Die beiden hatten ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Mit Sinfonischen Höhepunkten des Orchestre des Champs-Elysées in der Philharmonie Essen nahm die Veranstaltung am Mittwoch Abend ihren Anfang.
Für Donnerstag stand ein Besuch der Villa Hügel auf dem Programm. Das ehemalige Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp wurde 1873 von Alfred Krupp in einem 28 Hektar großen Park an prominenter Stelle über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee errichtet und besitzt bei einer 8100 m² großen Wohn- und Nutzfläche 269 Räume.

 

Villa Hügel Hügelpark Villa Hügel

Nach soviel geschichtsträchtigen Informationen wurde der Hunger im Waldrestaurant "Zur Kluse" gestillt, um im Anschluss die Gartenstadt Margarethenhöhe zu erkunden. Sie ist nach der Stifterin Margarethe Krupp benannt und galt schon während ihrer Entstehungszeit zwischen 1909 und 1920 als Paradebeispiel einer zweckmäßigen und menschenfreundlichen Siedlungsbauweise. Noch heute üben die Häuser, von denen kaum eines dem anderen gleicht, nicht nur auf architektonisch Interessierte eine starke Anziehungskraft aus. Geschwungene Giebel und Laubengänge, Erker, Holzfensterläden und Natursteinsockel prägen den liebenswerten Gesamteindruck. Den Abschluss der erlebnisreichen Tage bildete ein Ausflug in den schönen >Essener Stadtteil Werden zur Abtei Werden. Ein deftiges Abendessen in der Rüttenscheider Hausbrauerei lässt den Tag ausklingen.

Margarethenhöhe Margarethenhöhe Margarethenhöhe

Am Feitag ging es bergab. Und zwar mit dem Förderkorb hinunter in ein Schaubergwerk, im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Die Ursprünge des Museums liegen in der 1868 von der ehemaligen Westfälischen Berggewerkschaftskasse eröffneten Ausstellung “Bergbauliche Utensilien“. Das heutige Museum entstand ab 1928 auf den Gelände der ehemaligen Schlachthofhallen. Ende Juni 1937 begannen zudem die Abteufarbeiten am Schacht eines Anschauungsbergwerks unter dem Grundstück des Museums.

R.Leuthardt & W. Zimmermann unter Tage Abtei Werden Essen Werden

Für die zweite Tageshälfte stand eine Besichtigung der Zeche Zollverein in Essen auf dem Plan. Sie entstand 1847 als der Duisburger Industrielle Franz Haniel 13 zusammenhängende Grubenfelder erwarb und den ersten Schacht abteufte. Eine wirtschaftliche wie architektonische Aufwertung erfuhr die Anlage durch ihren Umbau ab 1927. Mit 12.000 t täglicher Kohleförderung war Zollverein 1932 die größte Zeche des Ruhrgebiets geworden. Nach 135 Jahren Bergbaubetrieb fuhr am 23. Dezember 1986 die letzte Schicht nach ein. Auf Grund ihrer Bedeutung für das Ruhrgebiet wurde die Zeche Zollverein 2001 zum Weltkulturerbe erklärt.

Zeche Zollverein Zeche Zollverein Schacht XII Zeche Zollverein

Rechtzeitig zu unserer Versammlung wechselte der Veranstaltungsort ins Dunkelgrün: Samstag verbrachten wir im Grugapark Essen. Nach einer ausgiebigen Spaziertour durch den Park fand gegen 14 Uhr im Café Landhaus im Grugapark unsere Mitgliederversammlung statt. Robert Krebs überraschte uns mit einigen neuen Efeusorten, welche er seit einigen Jahren als unbenannte Mutationen kultiviert hatte. Da sich einige als stabil erwiesen, erhielten unter anderem die Sorten ’Obelix’, ’Maigold’, ’Sporn’ und ’Chameur’ ihre Namenstaufe.

Im Grugapark Grugapark Orangerie neue Efeus

Zum Abschluss der Tagung am Sonntag war ein Besuch des Essener Münsters mit Führung durch Dom und Schatzkammer vorgesehen. Wechselnde Chöre im Kapitelamt sorgten für entsprechende musikalische Untermalung. Recht herzlich bedanken möchten wir uns bei Gabriele und Jochen Euler für die abwechslungsreiche Ausgestaltung der hinter uns liegenden Zeit.

Grugapark Bonsai-Garten Grugapark Hundertwasser-HausMargarethenhöhe

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