Mitgliederversammlung 2010 im Ammerland

In diesem Jahr hatte die Deutsche Efeu-Gesellschaft zu ihrer Mitgliederversammlung vom 21. bis 24. Mai in das blühende Ammerland eingeladen: Bad Zwischenahn und die nähere Umgebung waren unser Ziel.
Dadurch, dass die Anreise für die meisten Teilnehmer erst am Spätnachmittag möglich wurde, entfiel der 1. Programmpunkt – Park der Gärten. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die peu à peu eintreffenden Efeu-Freunde in gemütlicher Runde auf der Hotel-Terrasse gelassen dem Abendprogramm entgegen sehen.

Restaurant 'Spieker' in Bad ZwischenahnRestaurant 'Spieker' in Bad Zwischenahn

Für den Abend hatte unsere Gastgeberin, Sylvia Eilers, einen Tisch im "Spieker" reserviert. Der "Spieker" ist ein uriges Bauernlokal in einem alten Ammerländer-Bauernhaus, was mitten im Kurpark, direkt am Bad Zwischenahner Meer liegt. Die Bilder geben einen kleinen Eindruck wieder von der gemütlichen und entspannten Atmosphäre, von der auch wir uns sofort einfangen ließen. Trotzdem durften wir die Uhr nicht aus dem Auge verlieren, denn der zweite Tag war so voll gestopft mit sehenswerten Kleinodien und landschaftlichen Besonderheiten, dass wohl alle Teilnehmer vollkommen ausgeschlafen sich dem anspruchsvollen Programm stellen wollten.
Es begann mit einer einstündigen Bus-Rundfahrt durch die Baumschule Bruns, die ihren fröhlichen Abschluss mit einer Treckerfahrt durch den Stauden- und Containerteil der Baumschule fand. Die Baumschule Bruns ist mit 90 ha wohl die größte Baumschule Europas und kann auf eine 130 jährige Erfahrung und Entwicklung zurückblicken.

Bruns - Formgehölze aus Asien

Bruns - 'Park-Taxi' Bruns - Zylinderformen

Bereits seit den 50er Jahren werden regelmäßig verpflanzte Allee- und Parkbäume von höchster Qualität, mit einem Stammumfang von 1,20m und stärker, einer Gesamthöhe von 14 m und einer Kronenbreite bis 8 m kultiviert. Diese "riesigen" Bäume noch garantiert verpflanzen zu können ist nur möglich, weil alle kultivierten Bäume und Sträucher alle drei Jahre in großen Ballen umgepflanzt werden und so in ihrem neuen Quartier nur weiter wachsen können und nicht "einwachsen", dass sollen und müssen sie dann an ihrem Bestimmungsort, der über ganz Europa, Russland und Asien verteilt liegen kann.

Bruns - Topfkulturen Bruns - Herr Eiting Bruns - Azaleen

Wilhelm und Jan-Dieter Bruns erkannten bereits 1975 die Bedeutung der sich damals in den USA am Markt durchsetzenden Container-Kulturen. Das Gespür für Innovationen und Marktentwicklungen ließ auch für Deutschland und Europa eine bedeutende Chance für zukünftige Absatzmärkte erwarten. Topiari, Formgehölze sind seit gut fünf Jahren auch in Deutschland wieder die große Mode.

Wahrscheinlich hervor gerufen durch die vielen Rekonstruktionen von alten Gärten und Parkanlagen, nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" war die Nachfrage nicht mehr zu bremsen. So war auch die Rundfahrt durch die Region der Topiari der spektakulärste Teil der Besichtigungsfahrt.

Der zweite Höhepunkt war ein paar Kilometer weiter nördlich: "Rhododendronpark Hobbie"! Durch das Buch "Vom Blütengarten der Zukunft" von Karl Foerster, wurde Dietrich Gerhard Hobbie dermaßen beeindruckt, dass er sich entschloss, Gärtner zu werden. So begann er in den 20er Jahren mit der Sammlung vieler Wildformen und legte 1928 mit der Aussaat erster Rhododendronsamen den Grundstein für den heute inzwischen über 8o Jahre alten Rhododendronpark.

Hobby - Rhododendronpark Hobby - Rhod. 'Eva Luise Köhler'  Hobby - Rhod. 'Mrs. J. Millais'

"So lebt und gedeiht das Lebenswerk von D. G. Hobbie im Rhododendronpark der Familie Hobbie weiter. Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Parks werden ausschließlich durch die Einnahmen während der Blütezeit ermöglicht. Er wird somit ohne Unterstützung von öffentlichen Geldern und Mitteln inzwischen von der 3. Generation privat weitergeführt".

Hobby Rhododendronpark   Hobby - Rhod. 'Percy Eiseman' Hobby - Rhod. 'Viscy'

Mit einer Gesamtfläche von 70 Hektar ist er nicht nur Deutschlands größter Rhododendron Park, sondern gilt auch unter Fachleuten zu Recht als einer der größten und schönsten Europas. Frau Hobbie entließ uns nach einer kurzen Einführung von ca. einer halben Stunde in ein Blütenparadies der ganz besonderen Art.

"Die vielen Besonderheiten der Arten wie Hochgebirgsformen und baumartig wachsende subtropische Formen … begeisterten uns durch ihre vielfältige Schönheit. Unter hohen Kiefern, aber auch unter dem Schutz z.T. exotischer Nadel- und Laubgehölze, stehen zigtausende Rhododendren, in allen Farben, Formen und Variationen, bis zu 9 m hoch. Ebenso zu sehen sind ca. 250 Wildarten und Formen und über 1000 Sorten aus eigener und fremder Züchtung."
Die Bilder können das nur andeuten, was uns so nachhaltig beeindruckt hat. Fazit: Es war einfach nur schön, wir freuen uns schon auf die nächsten Rhododendron-Tage!
Nach solcher Blütenpracht und Farbenvielfalt brachte uns ein "privater Shuttle-Service" zum "Fährkroog" nach Zweibergen. Unter altem Baumbestand sitzend konnten wir uns bei leckeren hausgemachten Kuchen und Torten so richtig erholen.

'Fährkroog' in Zweibergen Hobby - Rhod. 'Mrs. J. Millais' height=   'Fährkroog' in Zweibergen

Eine halbstündige Schiffsfahrt über das Zwischenahner Meer brachte uns wieder zurück zum Anleger und von dort mit unseren Autos zurück zu unserem Hotel. So konnte nach diesem ereignisreichen Tag am frühen Abend die Mitgliederversammlung ohne große Probleme über die Bühne laufen.

Der Pfingstsonntag, als Ausklang geplant, verlief dann in ruhigeren Bahnen, ein paar Teilnehmer fuhren in das Freilicht-Museum Cloppenburg, andere konzentrierten sich auf Oldenburg und sein Schloss mit Kurpark oder den Park der Gärten. Zum Ausklang dieser an Eindrücken so dichten Tage der Mitgliederversammlung 2010 hatte uns unsere Gastgeberin zum Grillen auf ihre Terrasse eingeladen. So konnten wir in persönlichen Gesprächen noch die eine oder andere Fragen vertiefen.

Sylvias Terrasse Grillparty bei Sylvia

 

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button