Beschreibung der Art Hedera colchica

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Der Efeu wurde 1836 von Dr. Karl Koch, einem deutschen Botaniker (1809-1879), in Transkaukasien entdeckt.

Die erste Beschreibung von ihm ist 1842 in Linnaea, XVI zu finden. In seiner Aufzählung der damals gesammelten Pflanzen gab er die H. colchica nur als Varietät an. Erst nach erneuter Beobachtung und Untersuchung in frischem Zustand publizierte er sie 1859 in der “Wochenschrift für Gärtnerei und Pflanzenkunde“ als Art. Die erste genaue Beschreibung stammt von Caspar Koch, dem Botaniker und Vater von Karl Koch, der diesen Efeu 1859 wegen seines Fundortes im antiken Kolchis, einer Landschaft zwischen Kaukasus und der Ostküste des Schwarzen Meeres, Hedera colchica nannte. Einige Jahre später wurde sie von Roegner, einem kaiserlichen Gärtner in Odessa auf der Krim, erneut aufgefunden und nach der Krim verpflanzt. Von dort aus wurde sie als Hedera roegneriana im Handel verbreitet. Obwohl dieser Name noch nicht veröffentlicht war, wurde er allgemein benutzt und ist heute noch gelegentlich zu lesen. Der Persische oder Efeu von Kolchis wuchs ursprünglich im Gebiet südlich des Kaspischen Meeres und weiter westlich im Kaukasus bis in die östlichen Teile der Türkei; durch Persien bis nach Syrien und Zypern. Es gibt sogar Hinweise, dass im viel weiter nördlich entfernten Amurgebiet ein weiterer Vertreter der Colchica-Gruppe vorkommen soll.

1950 wird in die “Flora of the U.S.S.R., Bd.16” von POTANIN eine in Zentral-China (Setschuan) gefundene H. robusta Pojark. beschrieben, die große Ähnlichkeit mit H. colchica hat und wahrscheinlich in Europa als Hedera amurensis kultiviert wurde.

Hedera colchica ist die kräftigste Art der Gattung mit bis zu 15 cm langen Blättern welche dick, lederartig und meist ungelappt sind. Die Blätter der Altersform gehen in eine eirund zugespitzte Form über. Im Blühstadium trägt die Dolde 12 bis 35 Blüten, die Beeren färben sich später schwarz. Die Schuppenhaare sind rotorange, 25-30 strahlig. Eine typische Eigenschaft der Pflanze ist der Harzanteil; beim Zerreiben der Blätter und beim Brechen der Stängel nimmt man den starken Harzgeruch wahr. Er erinnert an den Geruch von Sellerie oder anderen Umbelliferen. Ein weiterer Unterschied zu anderen Arten ist die Möglichkeit bei sehr kaltem Wetter die Blätter wie bei Rhododendren einzurollen um die Verdunstungsoberfläche zu minimieren.

Von Hedera colchica sind nur wenig Sorten bekannt, oft handelt es sich um H. colchica-Typen welche sich in der Blattform kaum unterscheiden oder nur geografische Abweichungen besitzen.

  • Hedera-colchica-1
  • Hedera-colchica-2
  • Hedera-colchica-3


 

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