Hedera helix 'Helvetica'

Wie der Name besagt stammt der Efeu aus der Schweiz. Edgar Anderson berichtet 1936 im Bulletin des Arnold Arboretums, Massachusetts, USA, dass die Pflanze vor 1932 durch die Familie Agassiz aus der Schweiz in die USA kam und auf dem Gutsbesitz Leyland in West Manchester angepflanzt wurde. So ist auch das in den USA oft verwendete Synonym ‘Leyland‘ für diese Sorte zu erklären. Eine erste Erwähnung des Namens ‘Helvetica‘ findet sich 1942 in “The cultivated Hederas“ von Lawrence und Schulze, dort ist außerdem von einer Kreuzung zwischen ‘Helvetica‘ und ‘Baltica‘ zu erfahren, auf die jedoch nicht näher eingegangen wurde. Scheinbar war die Sorte dann in Europa nicht mehr auf dem Markt, 1978 gelangte sie vom Research Center der Amerikanischen Efeugesellschaft (AIS) in Dayton, Ohio, USA, zu Ingobert Heieck in die Gärtnerei Abtei Neuburg nach Heidelberg. Von der AIS erhielt der Efeu die Erwerbsnummer AIS 79-313, im Pierot Classification System wird er als Heart-shapes (H) geführt, was bedeutet, dass das Blatt eine herzförmige Form besitzt.

‘Helvetica‘ verfügt über einen rankenden Wuchs mit mäßiger Selbstverzweigung und ist der echten ‘Sagittaefolia‘ von Hibberd sehr ähnlich, aber mit größeren Blättern versehen welche nicht so ausgeprägte Laterallappen und keine angedeuteten Basallappen besitzen. Die Triebe färben sich violett-grün, die Internodien sind 4 bis 6 cm. Die Blattstiele sind ebenfalls violett-grün. Es entwickeln sich pfeilförmige bis dreieckige, 3 lappige Blätter, diese haben eine Größe von 5 bis 6 x 4 bis 5 cm. Während der Terminallappen etwas länger als breit und spitz zulaufend ist, sind die Laterallappen kurz, stumpf und stehen im rechten Winkel zum Terminallappen ab. Basallappen sind meist nicht vorhanden oder kaum zu erkennen. Die Blattbasis ist tief herzförmig, die Spitzen der Lappen sind stumpf. An der Basis können sich die Lappen leicht überlappen. Ausbuchtungen zwischen den Lappen sind kaum erkennbar. Das nicht glänzende Blatt färbt sich mittel- bis dunkelgrün und erhält bei kühler Witterung dunkle rotbraune Flecken. Die Adern sind hellgrün bis leicht silbrig, die erhabenen Hauptadern haben eine geringe weinrote Tönung. Die Hauptader der Laterallappen befindet sich mehr oder weniger im rechten Winkel zur Mittelrippe. Die Sorte ist recht winterhart und kann im Freiland als Bodendecker und für Berankungen aller Art verwendet werden.

Lit:
Gerd Krüssmann, 1977, Handbuch der Laubgehölze - Band 2, Paul Parey Berlin

Peter Q. Rose, Efeu, 1982, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, S.121-122
Ingobert Heieck,1983, 7. Gesamtliste 1982/83, Gärtnerei Abtei Neuburg, Heidelberg-Ziegelhausen
Ingobert Heieck, 1987, Hedera Sorten, Ihre Entstehung und Geschichte dargestellt am Sortiment der Gärtnerei Abtei Neuburg, Gärtnerei Abtei Neuburg, S.33
Jane Fearnley-Whittingstall, 1992, Ivies, Random House New York, USA, S.130
Peter Q. Rose, 1996, Ivies, The Gardener’s Guide to Growing, Timber Press, Portland, Oregon, USA, S.111
Russell A. Windle, 2003, Katalog Hedera ETC, Lionville, PA, USA

  • Hedera helix 'Helvetica' 10 (1)
  • Hedera helix 'Helvetica' 10 (2)
  • Hedera helix 'Helvetica' 10 (3)
  • Hedera helix 'Helvetica' 11 (3)
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