Hedera helix 'Kobold'

Dieser Efeu wurde 1980 von Ingobert Heieck in der Gärtnerei Abtei Neuburg, Heidelberg, aus der Sorte ’Wichtel’ ausgelesen, in ’Kobold’ benannt und ist seit 1981 in Deutschland auf dem Markt. Im September 1982 wurde er von Garry Grüber zur Registrierung bei der Amerikanischen Efeugesellschaft (AIS) angemeldet und 1984 registriert. Von der AIS erhielt der Efeu die Erwerbsnummer AIS 82-049 und die Registrierungsnummer 820584. Im Pierot Classification System wird er als Miniatures (M) und Bird's Foot Ivies (BF) geführt, was bedeutet, dass das Blatt klein und vogelfußähnlich ist.

Der Miniaturefeu ist eine kleinere Version der Sorte ‘Wichtel‘, er verfügt über einen kompakten, schwacher Wuchs mit kurzen Ranken und ist selbst verzweigend. Die Triebe sind violett-braun, die Internodien sind 0,5 bis 1,2 cm. Die Blattstiele sind violett-grün und 0,8 bis 2 cm lang. Die kleinen Blätter sind ungelappt oder manchmal mit einem oder zwei kleinen asymmetrischen Basallappen versehen und mitunter zweireihig an den Trieben angeordnet. Sie sind nur halb so groß wie die der Ausgangssorte ‘Wichtel‘, 3,0 bis 3,5 mal 1,2 bis 1,5 cm. Der Terminallappen ist länglich, an den Seiten unregelmäßig geformt und an der Spitze abgerundet. Vor allem an 3 lappigen Blättern ist das Blatt an der Blattbasis, wo es mit dem Blattstiel verbunden ist, gefaltet. Die Blattbasis ist abgerundet bis leicht herzförmig. Die Blattfarbe ist mittelgrün und nicht so dunkel wie bei ’Shamrock’ oder ’Wichtel’. Die Adern sind erhaben, vom Blattstielansatz bis zur Mitte des Blattes rötlich und bis zur Blattspitze gelb. An geschützten Standorten ist 'Kobold' durch ihre einigermaßen gute Winterhärte (XX) und wegen ihres geringen Wachstums eine ideale Pflanze für den Steingarten. Darüber hinaus kann sie als Miniatur Zimmerpflanze verwendet werden.

Ähnliche Sorten sind ’Erin’ und 'Wichtel'. Im Gegensatz zu 'Kobold' hat 'Wichtel' aber schmale und symmetrische Blätter und ist selbst verzweigender. Bei ’Erin’ sind die Basallappen immer vorhanden oder zumindest ausgeprägter. Um die wesentlichen Unterschiede festzustellen sollten diese drei und andere, ursprünglich aus ’Shamrock’ entstandene Sorten, in unmittelbarer Umgebung kultiviert werden.

Lit:
Ingobert Heieck,1983, 7. Gesamtliste 1982/83, Gärtnerei Abtei Neuburg, Heidelberg-Ziegelhausen
Sabina Mueller Sulgrove, 1984, New Registrations 1984, in: Ivy Journal September 1984 Vol. 10 No. 3, S. 29-34
Ingobert Heieck, 1987, Hedera Sorten, Ihre Entstehung und Geschichte dargestellt am Sortiment der Gärtnerei Abtei Neuburg, Gärtnerei Abtei Neuburg, S.80
Laurence C. Hatch, 2000, Website IVYfile, New Ornamentals Society, Raleigh, North Carolina, USA

Russell A. Windle, 2003, Katalog Hedera ETC, Lionville, PA, USA
Vorgestellt: Hedera helix ‘Kobold‘, 2005, in: Der Efeu Freund Nr.53, 2005 Ausgabe 1, S. 5-6

  • Hedera helix 'Kobold' 08 (1)
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