Hedera helix 'Magpie'

Der Sortenname 'Magpie' taucht in der Literatur erstmals 1984 auf. In einem Artikel in 'The Ivy', dem Journal der englischen Efeugesellschaft, schlägt Stephen S. Taffler vor diese Bezeichnung für einen 1981 in Südfrankreich von David Mansfield-Thomas gefundenen Efeu zu verwenden. Diesem war die Pflanze an einer Hecke durch ihre beachtliche blass gelbe, kalkfarbene Blattfärbung aufgefallen. Im Zentrum befand sich nur ein kleiner grüner Fleck, kaum mehr als 1 cm breit. Allerdings sorgt der sehr geringe Chlorophyll-Bereich für einen langsamen und etwas schwachen Wuchs. Leider sind keine weiteren Hinweise bekannt, ob diese Mutation erfolgreich selektiert wurde und eine entsprechende Benennung erfolgte.

Die in unseren Sammlungen vorhandene Sorte 'Magpie' ist mit dem oben genannten Fund aus Südfrankreich kaum identisch. Einzig die ebenfalls vorhandene kalkfarbene Blattfärbung kommt an der in unseren Sammlungen kultivierten Sorte vor, allerdings nur marginal. Es ist ein Efeu unbekannter Herkunft, Robert Krebs, Stolk, erhielt ihn 1992 von Ingobert Heieck aus der Gärtnerei Abtei Neuburg. Dort war sie in Heiecks letzter Sortenliste von 1982/83 noch nicht enthalten. Daher lassen sich keine Angaben über den Ursprung dieser 'Magpie' machen.

Die Pflanze ist sehr wüchsig und bildet lange Ranken. Die Triebe sind rotbraun, der Internodienabstand beträgt 3-5 cm. Die ebenfalls rotbraunen Blattstiele haben eine Länge von etwa 4 cm. Die Blätter haben die Form eines typischen Efeublattes. Sie sind 5-lappig, der Terminallappen ist etwa doppelt so lang wie die Laterallappe. Die Basallappen sind angedeutet. Die Blattspitzen sind stumpf. Die Blattgröße beträgt 4-5,5 x 4-5,5 cm. Die Blätter haben eine mittelgrüne Grundfarbe und eine unregelmäßige cremefarbene, schmale Randpanaschierung sowie gelegentliche ungleichmäßig über das Blatt verteilte kleine kalkfarbene oder blassgraue Areale. Die Hauptvenen sind erhaben.
Eingesetzt werden kann die Pflanze zur Berankung mittelgroßer Flächen oder Wände, im Freilandversuch wiedersteht 'Magpie' auch starken Frösten, allerdings mit Blattverlusten welche aber im Frühjahr wieder ausgeglichen werden. Ansonsten kann der Efeu als Ampelpflanze verwendet werden.

Lit:
Stephen S. Taffler, 1984, Some ivies in my collection and as yet un-named, in: The Ivy, Journal of the British Ivy Society, Vol. 7 No. 1, Summer 1984, S. 27

  • Hedera helix 'Magpie' 09 (1)
  • Hedera helix 'Magpie' 09 (2)
  • Hedera helix 'Magpie' 10 (1)
  • Hedera helix 'Magpie' 10 (5)
  • Hedera helix 'Magpie' 10 (6)
  • Hedera helix 'Magpie' 15 (2)
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