Hedera helix 'Maureena'

Die Sorte entstand vermutlich vor 1990 in den Niederlanden, sie wurde dort am 24. April 1990 von Vaste Keurings Commissie in Aalsmeer mit der Bezeichnung 'Maxi Kolibri' registriert. Der Name soll eine großblättrige Variante der Sorte 'Kolibri' wiederspiegeln. Allerdings handelt es sich bei dem Efeu eher um eine 'Bruder Ingobert' Mutation, 'Kolibri' hat etwas anders gefärbte Blätter, wird aber immer wieder mit 'Schäfer 3' verwechselt oder gleichgestellt.

Im Oktober 1993 gelangte 'Maxi Kolibri' von Hedera Plant BV De Kwakel, Niederlande in die USA zu Batson‘s Greenhouses, Zellwood, Florida. Tim Landers von Batson‘s Greenhouses reichte die Pflanze zu Registrierung ein und benannte sie nach seiner Frau, 'Maureena'. Welcher Name ist nun richtig? Fakt ist, dass 'Maxi Kolibri' der ursprüngliche Name ist und eigentlich der gültige wäre. Da er jedoch irreführend ist, wie oben schon angemerkt, kann eine Neubenennung in diesem Fall durchaus sinnvoll sein. Trotz der Handelsbezeichnung 'Maxi Kolibri' hat die nun als 'Maureena' bezeichnete Pflanze in ihrer Blattform und Blattfarbe mehr Ähnlichkeit mit der Sorte 'Bruder Ingobert' als mit 'Schäfer 3' oder 'Kolibri'.

Wie bei 'Bruder Ingobert' treten auch bei 'Maureena' die Blattfärbungen als größere Cluster in verschiedenen Grautönen auf, die Farbe der Triebe sowie die Neigung einer besseren Selbstverzweigung nach Rückschnitt sind ebenfalls identische Merkmale. Möglicherweise ist 'Maureena' als eine Verbänderung (Fasciation) von 'Bruder lngobert' entstanden. In Europa, vor allem in den Beneluxstaaten, wird die Bezeichnung 'Maureena' bis heute nicht verwendet, in allen zur Verfügung stehenden Quellen wird die Sorte als 'Maxi Kolibri' gehandelt. Von der Amerikanischen Efeugesellschaft erhielt der Efeu die Bestandsnummer AIS 94-129, AIS 94-190 und die Registrierungsnummer 9694129. Im Pierot Classification System wird diese Sorte als Variegated Ivies (V) und Curlies (C) geführt, was bedeutet, dass das Blatt mehrfarbig und gekräuselt ist.

Die Pflanze ist bei ausreichendem Verschnitt selbst verzweigend. Die stark rankenden Triebe treiben kastanienbraun aus, die Blattstiele sind ebenfalls kastanienbraun und etwa so lang wie die Mittelrippe. Manchmal sind die Stängel und Blattstiele etwas verdickt oder abgeflacht, was auf eine Verbänderung (Fasciation) hindeuten könnte. Die Blätter sind so lang wie breit, oder etwas länger als breit. Sie sind fast rund und haben fünf breite, seichte Lappen und eine herzförmige Blattbasis. Die Lateral- und Terminallappen haben etwa dieselbe Größe, die Basallappen gehen in die herzförmige Blattbasis über. Der Blattrand ist umgeben mit unregelmäßigen mittelgrünen Flecken. An der Innenseite dieser Umrandung befinden sich einige weiße Flecken, welche einen unproportionalen weißen Saum darstellen. Das Blattzentrum besitzt große dunkelgraue, mittelgraue und manchmal auch grüne Areale. Entlang der Venen verlaufen gelegentlich weiße Streifen. Vermutlich aufgrund der ungleichen Wachstumsraten des weißen und grünen Gewebes sind die Blätter sind leicht gelockt und ein wenig nach unten gewölbt. Der Efeu neigt dazu, atypische Blätter und Farbmuster zu bilden, diese sollten entfernt werden um die Sorte stabil zu halten. Außerdem tragen die gewölbten Blätter dazu bei, Schädlinge unter den Blättern zu spät zu erkennen (das gilt für alle Efeusorten mit gewölbten Blättern). Ansonsten ist die attraktive Sorte gut als Topfpflanze im Innenbereich oder in sehr geschützten Lagen zu verwenden.

Lit:
Sabina Mueller Sulgrove, 1996, New Registrations: Part 1, in: Ivy Journal 1996 Vol. 22, S. 23-27
Webseite 2010, Plant Scope Niederlande
Russell A. Windle, 2003, Katalog Hedera ETC, Lionville, PA, USA

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