Hedera helix 'Schäfer 4'

Die Sorte ist vermutlich eine Farbvariante von Hedera helix 'Schäfer 3'. Sie wird 1994 in einem Artikel der Englischen Efeugesellschaft von Ronald Whitehouse erwähnt, nach seinen Angaben geht die Bezeichnung auf Farbabstufungen von Hedera helix 'Schäfer 2' zurück, welche Ingobert Heieck in der Abtei Neuburg, Heidelberg, ausgelesen und als 'Schäfer 4' bezeichnet hat. In seinem Buch 'Ivies' erwähnt Peter Q. Rose 1996 die Sorte 'Schäfer 4' ebenfalls, dort allerdings als eine immer wieder vorkommende Mutation der instabilen Schäfer Klone. Nach Rose unterscheidet sich 'Schäfer 4' nur mit etwas breiteren Blättern und helleren Grüntönen im Blatt von 'Schäfer 3'.

Hedera helix 'Schäfer 4' war nie bewusst in unseren Sammlungen aufzufinden, aber auf Grund der Veränderlichkeit der Schäfer Mutationen ist es durchaus möglich, dass sich mal an unseren Pflanzen entsprechende Triebe gebildet haben. Es hat sie auf Grund der geringen Unterschiede möglicherweise nur niemand wahrgenommen und ausgelesen. Hier stellt sich auch die Frage in wie weit es Sinn macht instabile Sorten zu kultivieren und zu erhalten. Solche Zufallsmutationen sind nur durch sehr aufwendige Pflege wie ständige Auslese und Vermehrung zu bewahren. Das Augenmerk sollte daher auf stabilen oder wirklich sehr ausgefallenen Blatt- und Farbvarianten liegen.

Lit:
Peter Q. Rose, 1996, Ivies, The Gardener's Guide to Growing, Timber Press, Portland, Oregon, USA, S.112
Ronald Whitehouse, 1994, FEATURE, Continuing the series which examines similar cultivars: 8. 'Kolibri' and comparable ivies, in: Journal of the British Ivy Society, Vol. 17 Part One April 1994, S. 17-23

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