Hedera nepalensis Arborescens

Die Altersform von Hedera nepalensis wurde schon 1884 in der französischen Fachzeitschrift »Revue Horticole« von M. André abgebildet und beschrieben. Dieser “scharlachrot fruchtende Efeu“ wurde damals in Cannes von M. Besson, einem Gehölzfachmann aus Nizza, kultiviert. Von M. André erhielt die Pflanze den Namen H. helix aurantiaca.
Bei der Amerikanischen Efeu Gesellschaft ist der Efeu mit der Bestandsnummer AIS 94-061 gelistet.

Die ungelappten Blätter der Altersform sind länglich-eiförmig bis länglich-lanzettlich, schmal bis spitz zulaufend und haben eine wellige Form. Die Blattgröße beträgt 8-11 x 3-5 cm, die Blattbasis ist keilförmig, die Blattspitzen sind zugespitzt. Die Blätter sind glänzend dunkelgrün. Der Blütenstand wird aus 1-8 kugeligen Dolden gebildet, welche sich jeweils aus 15 bis 25 oder mehr Einzelblüten zusammensetzen. Die Dolden stehen vereinzelt oder in Trauben von 3 bis 8 Stück zusammen. Im Unterschied zu H. helix hat die Einzelblüte bei H. nepalensis kleinere Kelchblätter und der Fruchtknoten ist mehr oberständig, zur Blütezeit überragt er die Basis der Kelchzipfel nur geringfügig. Die Beeren werden bis zu 1cm im Durchmesser, sie sind 3-4 sämig und färben sich gelb bis orangerot. Vermutlich trägt eine vegetative Vermehrung in den verschiedenen Regionen Europas zu einer Farbabweichungen der Beeren bei.

Die Winterhärte ist ungenügend, in strengen Wintern muss mit einem Totalausfall gerechnet werden. Daher sollte die wegen ihrer unterschiedlichen Beerenfarbe für Liebhaber attraktive Pflanze an einen geschützten Platz kultiviert oder frostfrei überwintert werden.

Lit:
Peter Q. Rose, Efeu, 1982, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, S.112-113


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