Efeu an Mauern

Hedera helix 'Buttercup' an einer Mauer in Chartwell, dem Wohnistz von Winston Churchill südlich von London. (Foto: T. Grünewald)Hedera helix 'Buttercup' an einer Mauer in Chartwell, dem Wohnistz von Winston Churchill südlich von London. (Foto: T. Grünewald)

Nicht ganz so uneingeschränkt wie für die Baumberankung kann der Efeu zur Berankung von Mauer und Haus empfohlen werden. Hier müssen einige Voraussetzungen gegeben sein. Vor allem muss eine Wand oder Mauer in gutem Zustand sein, wenn sie mit Efeu bewachsen wird. Es ist wichtig zu wissen, dass der Efeu negativ phototropisch (Licht fliehend) ist, also ins Dunkle, in jede Mauerritze oder dergleichen hineinwächst. Und ebenso wichtig ist zu beachten, dass die Haftwurzeln, wenn sie noch jung sind, die Eigenschaft besitzen, sich in normale Nährwurzeln umzuwandeln, wenn sie auf Feuchtigkeit stoßen (zum Beispiel feuchter, verwitterter Fugenmörtel).

 

  • Daraus ergibt sich, dass es problematisch ist, feuchte belastetes Mauerwerk mit beschädigtem Fugenmörtel, insbesondere wenn minderwertige Kalkmörtelmischungen Verwendung fanden, mit Efeu zu beranken.
  • Ebenso ist eine Berankung auf Putzen mit Rissen, oder solchen, die sich bereits lösen, nicht anzuraten.
  • Dispersionsbeschichtungen sind porös und können von den Haftwurzeln durchdrungen und unterwandert werden, so dass sich die Beschichtung ablöst.
  • Wegen dem negativen Phototropismus sollte man keine Wände mit offen ausgebildeten Fugen beranken, noch solche die mit vor gehängten Plattenelementen verkleidet sind. Man muss auch bedenken, dass der Efeu in Rolladenkästen u.ä. hineinwachsen kann.

Lit.: Efeubriefe 1980-1985, Ingobert Heieck

Eine sehr gelungener Artikel zum Thema Fassadenbegrünung und Efeu ist hier zu finden.

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